Kleidung im Film

Kleidung im Film

Als Zuschauer nehmen wir sie zwar ständig wahr, aber wirkliche Gedanken machen wir uns darüber nur selten. Die Kostüme oder die Kleider in einem Film haben aber dennoch eine starke subtile Wirkung. Wie auch im echten Leben sagen die Kleider oft mehr aus, als uns bewusst ist. Selbstverständlich wird das beim Film und im Theater nicht dem Zufall überlassen, sondern es gibt einen oder mehrere Kostümbildner. Genauso wie beim Maskenbildner besteht seine Aufgabe einzig und allein im Entwerfen oder Auswählen der Kostüme, beziehungsweise der Kleidungsstücke. Und ebenfalls genauso wie der Maskenbildner, muss der Kostümbildner sein Handwerk erlernen. Besser gesagt studieren. Denn das funktioniert zumindest in Deutschland nur über ein eigenes Hochschulstudium.

Ein Kostümbildner sollte auf jeden Fall ein gewisses Fabel für Mode und vor allem für Stoffe haben. Ein Teil des Studiums ist nämlich auch die Stoffkunde. Hier lernt man nicht nur verschiedenste Stoffe für Kleidung kennen, sondern auch die unterschiedlichen Beschaffenheiten. Denn es kommt neben der historischen Korrektheit, zum Beispiel bei einem Film über den Zweiten Weltkrieg, auch darauf an, dass sich der Schauspieler darin wohl fühlt. Denn wenn er unter einer unbequemen und schweren Kutte steckt, wird er es ihm nicht leicht fallen einhundert Prozent beim der Schauspielerei zu geben. Deshalb ist es wichtig mit den Leuten zu kommunizieren. Ein Kostümbilder muss eben auch mit Menschen umgehen können.

Gerade weil er selten alleine arbeitet, sondern in der Regel im Team mit Masken- und Bühnenbildnern, mit dem Regisseur, den Darstellern und sogar mit einem oder mehreren Schneidern. Einer der großen Vorteile eines Bühnenbildners ist es, dass er nur in den seltensten Fällen seine Entwürfe selbst schneidern muss. Das heißt aber noch lange nicht, dass er es nicht können sollte. Nur so kann er auch gut umsetzbare Vorlagen entwerfen. Normalerweise beschäftigt das Filmset aber zumindest einen Schneider. Beim großen Theaterhäusern und größeren Sendeanstalten gehören die Schneider übrigens zum festen Bestandteil des Teams.

Berühmte Kostüme

Darüber hinaus wird einem ein gewisser Hang für Extrovertiertes nahegelegt. Klingt logisch, sind die meisten Kostüme doch echte Hingucker. Gerade wenn man in Richtung Theater sieht, aber auch im Film haben besonders ausgefallene Kostüme schon immer eine große Rolle gespielt. Jeder kennt die Szene mit dem weißen Kleid von Marilyn Monroe, kaum einer kennt den Film aus dem dieses Bild stammt. Mitunter kann also das Kostüm berühmter als der Film werden, auch wenn das die Ausnahme ist. In Normalfall gehört das richtige Kostüm einfach zu einem guten Film. So wie man Superman bekanntermaßen ja auch nur durch seinen blauen Strampler erkennt. Oder man James Bond auch nur in einem perfekt sitzenden Anzug sieht.

Schicke Anzüge

Am Beispiel von James Bond kann man dann auch wieder die unterschwellige Wirkung der Kleidung erkennen. Alles sieht aus wie aus einem Guss, perfekt wie James Bond selbst. Wer auch so perfekt gekleidet sein möchte, sollte sich da informieren. Denn auch wenn das bei uns etwas in Vergessenheit geraten ist, ein gut gekleideter Mann überzeugt. Diese Tatsache macht sich auch das Filmurgestein Charlie Chaplin zu nutzen. Er will bewusst einen komischen Eindruck hinterlassen und hüllte sich deshalb fast immer in schlabbernde Anzughosen und viel zu große Schuhe. Beim Betrachter verstärkt das dann den Eindruck, dass er komisch sei. Ähnlich wie bei einem Clown. Der hat das Konzept allerdings etwas auf die Spitze getrieben.

Bild: © Themeplus „James Bond 007 7“
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